Eier:

Eier können roh und mit Schale verfüttert werden. Gemahlene/zerstossene Eierschalen sind ein sehr guter natürlicher Lieferant für Mineralien und Kalzium. Das Eigelb weist den höchsten Proteinanteil auf, ist ausserdem reich an Fett und auch der Anteil an Phosphor, Eisen und den Vitaminen A und B1 und B8 (Biotin) ist deutlich höher als im Eiklar. Einige Experten raten, das Eiklar  jedoch nicht zu oft mitzuverfüttern, da einerseits Avidin darin enthalten ist, welches ein absoluter Biotinbinder ist und ein Trypsinhemmstoff, was zu Verdauungsstörungen führen kann.


Gemüse:

Bei Gemüse eignen sich Karotten, Sellerie, Fenchel, Gurken, Zuchetti, Kürbisse, alle Blattsalate, Kohlrabi und Randen. Broccoli und Spinat sind nur in kleineren Mengen zu empfehlen. Ebenso gilt dies für sämtliche Kohlsorten. Erbsen sollten nur gekocht verabreicht werden. Unverträglich sind rohe Kartoffeln, Paprika, Tomaten (roh), Auberginen, Avocado und Zwiebeln.


Obst:

Grundsätzlich kann fast alles Obst verfüttert werden, jedoch immer nur in kleinen Mengen. Auch sollten nur reife Früchte, bei welchen vorher die Steine entfernt wurden, verwendet werden. Weniger geeignet sind Zitrusfrüchte, Holunderbeeren, Quitten und Weintrauben (in grösseren Mengen toxisch!).


Getreide:

Will man trotz der diversen Bedenken Getreide in die Fütterung einbeziehen, ist unbedingt darauf zu achten, dass Produkte wie Getreide, Reis und Nudeln nicht roh verfüttert werden. Amaranth, Mais, Buchweizen, Hirse, Qinoa und Reis eignen sich gut und gehören zu den glutenfreien Getreidearten. Wenn möglich, sollte das Getreide aus biologischem Anbau stammen.


Kräuter:

Die Kräuter können entweder frisch oder getrocknet angeboten werden. Dazu eignen sich Löwenzahn, Brennnesseln, Bärlauch, Himberblätter, Brombeer-blätter, Dill, Estragon, Peterli, Borretsch, Salbei, Kresse, Gänseblümchen, Oregano, Basilikum, Rosmarin (ausser bei trächtigen Hündinnen), Schachtelhalm, Schnittlauch und Thymian. Der Knoblauch ist eine umstrittene Sache da er als toxisch klassifiziert ist, jedoch in normalen Mengen kann seine bekannte positive Eigenschaft sicher genutzt werden.


Fettsäuren:

Für den Hund ist es lebenswichtig, dass ihm Fettsäuren mit dem Futter zugeführt werden. Kaltgepresste Pflanzen- und Fischöle enthalten viele wichtige ungesättigte Fettsäuren und fettlösliche Vitamine. Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren sollten jeweils immer in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. Da der Hund und die Katze mit der Rohfütterung viele Omega-6 Fettsäuren aus dem Fleisch aufnehmen, ist es wichtig, dass man mit der Beigabe von Öl auch die wichtigen Omega 3-Fettsäuren zuführt. Deshalb müssen Öle verwendet werden, die über einen hohen Anteil an Omega-3 verfügen und einen niedrigen Gehalt an Omega-6 aufweisen. Dazu eignen sich insbesondere Leinöl, Rapsöl, Hanföl, Fischöl (Lachsöl, Dorschöl) und Walnussöl.


Milchprodukte:

Milchprodukte zählen zwar nicht zu den natürlichen Nahrungsmitteln eines Hundes, können jedoch, sofern der Hund diese verträgt, auch verfüttert werden. Dazu eignet sich Kefir, Hüttenkäse, Frischkäse, Magerquark, Nature Joghurt wie Bifidus, evt. Ziegenmilch und Buttermilch.


Nüsse:

Nüsse sind sehr reich an ungesättigten Fettsäuren, Mineralien, Vitamine, Eisen, Zink, Magnesium und Selen und  enthalten aber kein Cholesterin.

Zur besseren Verdauung sollten die Nüsse, Kerne und Samen vor dem Verfüttern zerkleinert werden, sodass der Hund diese richtig verwerten kann. Gesalzene Nüsse sind für den Hund absolut Tabu. Zur Fütterung eignen sich Cashewkerne, Haselnüsse, Kokosnüsse, Kürbiskerne, süsse Mandeln, Pinienkerne, Sonneblumenkerne und Walnüsse.

Äusserte Vorsicht ist aber geboten bei den grünen Fruchtschalen um die Walnuss. Diese können von einem toxinbildenden Pilz befallen sein (Penicillium crustosum) mit dem Wirkstoff Roquefortin C (vergleichbar mit Strychnin), welches bei Einnahme durch seine stark neurotoxische Wirkung bei Hunden zum Tod führen kann. Dieser Pilzbefall ist leider nicht sichtbar.